Verhütungsmittel: Das (Umwelt-) Gift
tote_fische.jpg(www.hli.at/Population Research Institute/www.pop.org)
Klimawandel, Klimakatastrophe, Erderwärmung – die Umwelt ist in aller Munde. Und oft sind diejenigen, die so beredt Mutter Natur verteidigen dieselben, die die ungeborenen Kinder per Abtreibung zum Sondermüll degradieren. Die Verblendung ist groß. Man redet viel, aber das Wesentliche wird tabuisiert. Zum Beispiel auch der alltägliche Umweltskandal: Die permanente Verschmutzung der Umwelt durch das Gift der Verhütungsmittel. Eine neue Studie kann einem die Augen öffnen. Von Colin Mason, Direktor Medienproduktion, PRI.

Die Umweltstory macht Schlagzeilen, aber die „unbequeme Wahrheit“ – um einen Ausdruck von Al Gore[1] aufzugreifen – scheint das Handlungsvermögen der Umweltschützer bei weitem zu übersteigen.

Im Jahre 2005 haben die Biologen John Woodling und David Norris eine Studie durchgeführt, die sich dem Fischvorkommen in der Boulder Creek Region in Colorado[2] widmete. Die Ergebnisse, zu denen sie kamen, waren zuhöchst beunruhigend. Wie auf den Seiten der Denver Post berichtet wurde, war bei den wahllos gefangenen 123 Fischen (hauptsächlich Forellen) das normale Gleichgewicht von 1:1 im Verhältnis männlicher zu weiblichen Fischen schwer gestört. 101 der betreffenden Fische waren weiblich, 12 waren männlich, 10 waren unnatürliche, seltsame Mischwesen aus männlichen und weiblichen Anteilen und dies in einem derartigen Ausmaße, daß die Forscher unschlüssig waren, welches Geschlecht sie ihnen zuweisen sollten.

Die Ursache? Auf der Spur der unnatürlichen Verweiblichung der Fische kamen Woodling und Norris zum Östrogen – dem weiblichen Hormon –, welches sie in Proben des Boulder Creek fanden. Die Östrogenkonzentrationen waren zwar nicht hoch, sie waren in der Tat gerade noch meßbar. Gleichwohl hatten sie eine verheerende Auswirkung auf das Fischvorkommen in besagter Region.

Woher stammt dieses Östrogen? Aufgrund weiterer Forschungsarbeit kamen Woodling und Norris zu dem Schluß, daß es aus menschlichen Quellen stammt, zumal von den Anti-Baby-Pillen, von Norplant[3], Depo-Provera[4] sowie den Verhütungspflastern, die Östrogen enthalten. Diese Arzneimittel und künstlichen Behelfe wirken derart, daß sie massive Dosen an weiblichen Hormonen – bis zu 400 mal mehr als der natürliche Spiegel  – in den Blutkreislauf der Frau absondern, um den natürlichen Fruchtbarkeitszyklus zu unterbinden.

Diese Hormone werden jedoch nicht verstoffwechselt; sie werden vielmehr einfach ausgeschieden durch den Urin der Frau, welcher sodann durch den Abwasserkanal in die lokale Wasseraufbereitungsanlage gelangt. Solche Anlagen sind nicht darauf eingestellt, Hormone zu verarbeiten, weswegen das ‚gereinigte’ Wasser, das in die umgebenden Flüsse und Ströme weitergeleitet wird, mit Östrogen durchsetzt ist.

„Dies war das erste Mal, das ich als Wissenschaftler etwas sah, was mir Angst einjagte“, erzählte Woodling im Jahre 2005 der Denver Post. „Das eine ist, einen Fluß zu zerstören. Etwas anderes ist, die Natur zu zerstören. Wenn Sie sich in das hormonale Gleichgewicht in Ihren aquatischen Lebensgemeinschaften einmischen, dann gehen Sie ans Eingemachte. Dann fummeln Sie am Stoff, aus dem das Leben selbst entsteht.“

Man sollte nun annehmen, daß Umweltschützer, die ansonsten schnell bereit sind, loszuschlagen, wenn sie Bedrohungen in der Natur ausmachen, in Alarmbereitschaft versetzt seien. Doch gab es bislang keine Aufrufe, um diesen hormonellen Schadstoffen den Riegel vorzuschieben oder um Sicherheitskräfte vor Ort zum Schutz der Wasserhaushalts einzusetzen. Stattdessen scheint die komplette Umweltschutzbewegung von einer Stimmbandlähmung infiziert zu sein.

Die wenigen Personen, die den Mund aufmachten, gaben den „Östrogen-Mimickers“ die Schuld, was meint, es gibt in manchen Schmierseifen und Reinigungsmitteln Chemikalien, die den Körper in die Irre führen können, indem er auf sie reagiert, als seien es Östrogene. Während jedoch Woodling und Norris sich bewusst sind, dass diese Mimickers teilweise für die Fisch-Mißgeburten verantwortlich sein können, bestehen sie darauf, dass die Erstursache im übermäßigen Gebrauch von hormonellen Verhütungsmitteln in der Region von Denver und Boulder besteht. Andere Studien, die an weit entfernten Orten, wie etwa in der Schweiz, durchgeführt wurden, bestätigten, dass das Problem weit verbreitet ist und vermutlich schlimmer werden wird.

Wir vom PRI sind nicht überrascht über das Schweigen des Umweltschutzlagers. Die radikalsten Umweltschützer sind Abtreibungsbefürworter und unterstützen die Bevölkerungskontrolle.[5] Das Letzte, was sie kritisieren würden, wären die Verhütungsmedikamente, welche ihnen helfen, beide Ziele zu erreichen.

Gleichwohl, die Kehrseite dieser Arzneimittel war nie offensichtlicher. Die Verhütungsmentalität hat uns ansteigende Promiskuität beschert, höhere Abtreibungsraten und dramatische Gesundheitsrisiken. Jetzt wird klar, daß sie gleichfalls unsere Umwelt schleichend vergiftet.

 

Update:  2. Teil des Umwelt-Skandals

 

(Bildquelle: © www.sxc.hu) 


 

Anm. d. Ü.:

[1] Al Gore, ehemaliger amerikanischer Vizepräsident unter Bill Clinton, ist durch seine medialen Auftritte zum Umweltschutz über die Grenzen der USA bekannt geworden. Er ist zugleich Abtreibungsbefürworter. 

[2] Die Boulder Creek Region gehört zum so genannten Colorado Big Thompson Projekt, einem der aufwendigsten amerikanischen Umweltprojekte zur Nutzung natürlicher Wasserressourcen mittels komplizierter Flussregulierungen sowie Wasserleitungs- und Speichersystemen.

[3] Norplant ist ein Verhütungs- u. Abtreibungsmittel, das der Frau operativ implantiert wird.

[4] Depo-Provera ist ein Verhütungs- und Abtreibungsmittel, das als intramuskuläre Injektion verabreicht wird. – Zu beiden Präparaten s.: Brian Clowes, Die Tatsachen des Lebens. Ein maßgeblicher Leitfaden für Lebens- und Familienfragen, Wien 2002, 47ff.

[5] Bevölkerungskontrolle meint eine Agenda, die vor allem die Trias Verhütung, Abtreibung und Sterilisation weltweit aggressiv propagiert und durchsetzt. Der mächtigste Konzern zur Bevölkerungskontrolle, mit Filialen auf sämtlichen Kontinenten, ist die International Planned Parenthood Federation (Deutscher Zweig: Pro Familia).