5-Jahres-Feier Lebenszentrum Salzburg am 14. August!
lz_salzburg.jpg(Sbg, 09.08.2007) Das Leben ist schön! Mit diesem Motto begann es. Seitdem sind 5 Jahre vergangen, so daß heuer ein Jubiläum zu feiern ist: 5 Jahre Lebenszentrum Salzburg/Plainstraße 21! Zur Jubiläumsmesse am 14. August um 18:00 Uhr in der Maximilian-Kolbe-Kapelle des Lebenszentrums/Plainstr. 21 kommt Monsignore Ph. J. Reilly, der Gründer der "Helfer von Gottes Kostbaren Kindern".

Ein Kommentar von Manfred M. Müller:

Keine Abkürzung

Dieser Tage habe ich den neuen Rundbrief von Monsignore Reilly gelesen. Darin heißt es: „Es gibt keine Abkürzung. Allzu oft wollen wir, dass Leute zum Glauben finden, ohne dass wir zuallererst Zeugen Christi sind, und zwar Martyrer, die die Passion leben. Kein noch so großer Aufwand an irgendwelchen Kunststückchen und kein noch so gigantisches Werbeposter kann dieses übernatürliche Werk ersetzen. Ohne das Kreuz gibt es keine Bekehrungen! Die hl. Messe muss von denjenigen, die Christus nachfolgen, gelebt werden, damit die Menschen in der Welt daran glauben können, dass der himmlische Vater und sein Sohn sie lieben.“

Bereits letztes Jahr, als ich Monsignore in New York besuchte, hatte er mir diesen Satz gesagt, der mich traf: „There is no short cut“ („Es gibt keine Abkürzung“). Aber seien wir ehrlich: Wir alle wollen schnell und zügig ans Ziel, wir wollen die Abkürzung, wir wollen ein christliches Leben, in dem alles wohlgeordnet ist, in dem auch ein bisschen Gebet seinen Platz hat – Hauptsache, es geht uns gut. Das Kreuz? Ja, es gibt auch das Kreuz, aber da soll man mal nicht übertreiben. Schließlich ist Christus auferstanden, und im Glanz der Ostersonne verschwindet das Kreuz aus unserem Blick…


Was hat das alles mit dem Jubiläum des Lebenszentrums zu tun?

Sehr viel. Ich will ein konkretes Beispiel bringen. Oft habe ich gedacht, es wäre doch schön, wenn Dr. Christian Fiala, der Arzt, der jeden Samstag nach Salzburg kommt, um 15 Kinder abzutreiben, sich endlich bekehren und zu einem Apostel des Lebens werden würde. Und tatsächlich: das wäre schön. Aber warum ist es anders? Warum treibt Dr. Fiala weiterhin ab?Ich weiß es nicht. Die Gedanken Gottes sind bekanntlich nicht unsere Gedanken, Seine Wege nicht unsere Wege (Jes 55, 8). Aber was ich weiß, ist: „Es gibt keine Abkürzung.“ Wenn wir aus lauteren Motiven, weil wir auch Dr. Fiala die Seligkeit des Himmels wünschen, die Bekehrung Dr. Fialas wünschen, dann haben wir auch das Kreuz zu wählen. Denn ohne Kreuz keine Bekehrung. Mir scheint, diese Wirklichkeit hat das Lebenszentrum nicht nur verstanden, sondern versucht es, tagein tagaus zu leben. Lebenszentrum heißt: Stellvertretend beten für die, die nicht beten. Da sein für die, die in der Gefahr sind, verloren zu gehen. Lebenszentrum heißt: versuchen, die Messe zu leben.5 Jahre: eine überschaubare Zeitspanne. Aber was heißt das schon in den Augen Gottes? Ich bin sicher, der Liebe Gott hat seine Freude an den Menschen, die ins Lebenszentrum kommen, um hier anzubeten und für die Welt einzustehen. Das Gebet mag oft genug armselig sein. Aber das macht nichts. Das armselige Gebet, hingehalten der Güte des Herrn, wird verwandelt von Ihm und gehört zum Schatz der Kirche. Bekehrungen? Sie werden kommen und sie sind schon gekommen. Wir werden noch Größeres sehen. Aber zu Seiner Zeit. Uns steht es nicht zu, wie es in der Apostelgeschichte heißt, „Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat“ (Apg 1,7). Unsere Aufgabe ist es, weiter zu beten, weiter zu danken. Weiter die hl. Messe zu leben.