Abtreibung – die dämonische Religion
abortion.jpg(Wien,01.08.07/hli.org) Demnächst wird P. Thomas Euteneuer, der Präsident von Human Life International, ein Buch über den Exorzismus herausbringen.

Darin behandelt er im Kapitel „Pro Life und Exorzismus“ auch die Abtreibung, und zwar unter geistlicher Perspektive. Im folgenden ein Ausschnitt aus dem Buch, eingerahmt von begleitenden Bemerkungen von P. Euteneuer:

Die dämonische Abtreibungsindustrie 
(im Original nachzulesen auf www.hli.org vom 27. Juli 2007)


Das Folgende ist ein Ausschnitt aus meinem demnächst erscheinenden Buch über den Exorzismus. Ein Kapitel dieses Buches trägt den Titel: „Pro-Life und Exorzismus“ und behandelt das Übel der Abtreibung von einer geistlichen Warte aus. Als eine Vorsichtsmaßregel für diejenigen, die an die Sprache der geistlichen Kriegsführung nicht gewohnt sind, möchte ich darauf hinweisen, dass die unten dargelegte Sicht der Abtreibung vor allem darin gründet, dass Jesus den Teufel  einen „Mörder von Anfang an“ (Joh 8,44) nennt, sowie in Textstellen der Heiligen Schrift, wo weitere Dämonen benannt werden, welche mit Satan kollaborieren, um das Leben von Gottes Kindern zu zerstören. Wenn Sie das Folgende lesen, sollten Sie es betend lesen.


In welchem Sinn ist die Abtreibung dämonisch?


Die geistliche Dimension dieses grausigen ‚Geschäfts’ besteht in seinem System der rituellen Blutopfer an den Götzen der Kindstötung, an Moloch, den wir von den scharfen Aburteilungen her kennen, die im Alten Testament gegen ihn ausgesprochen werden (Lev 18,21; 20,2-5; 1 Kön 11,5.33; 2 Kön 23,13 und Zef 1,5). Dieser Dämon des Mordens erscheint in der Geschichte unter mannigfachen Formen und Kulturen (Phönizier, Karthager, Kanaaniter, Kelten, Indianer, Azteken u.a.), doch ist er stets dieselbe blutdürstige Bestie, die den Kindermord als seine Form der Anbetung verlangt. Dieser Dämon gibt sich nicht zufrieden mit einem vereinzelten mörderischen Akt hier und da. Sein unersättlicher Appetit auf unschuldiges Blut sucht nach öffentlicher Billigung, um seine grauenvollen Taten zu rechtfertigen, und er braucht dafür eine systematische Ausdrucksweise, damit seine Anbetung wächst.

Die moderne Abtreibungsindustrie bringt besagtem Dämon der Kindstötung rituelle Blutopfer dar. In jeder Beziehung ist es eine dämonische Religion. Sie hat ihr geheiligtes Dogma (‚Wahlfreiheit’), ihre herrschende Hierarchie (Planned Parenthood[1]), ihre Theologen (die feministischen Ideologen), ihre die Opfer darbringende Priesterschaft (die Abtreiber), ihre Tempel (die Abtreibungskliniken), ihre Altäre (die OP-Tische), ihre rituellen Opfer (zunächst die Babies und an zweiter Stelle die Frauen), ihre Akolythen und Sakristane (Klinikmitarbeiter und Todes-Eskorts[2]), ihre Gemeinden (all diejenigen, die die Abtreibung unterstützen) und ihr eigenes Prinzip, das zusammenschweißt und gleichsam die sakramentale ‚Gnade’ ist – das Geld. Kurz: die Abtreibungsindustrie ist ein perfektes dämonisches System, das dem Teufel eine perverse Form der Anbetung darbringt.

Das dargebrachte Opfer in dieser dämonischen  Religion ist kein rohes Tier, wie es etwa im Alten Testament dem Gott Israels in einem rechtmäßigen System religiöser Opfer dargebracht wurde. Bei der Abtreibung ist das Opfer ein unschuldiger Mensch, der als Ebenbild Gottes geschaffen wurde und der sich selbst nicht verteidigen kann. Diese Kombination von Unschuld, elterlicher Beteiligung und ritualisierter Auslöschung des göttlichen Antlitzes in seiner menschlichen Gestalt ist die Methode des Teufels, Gottvater durch die Mittäterschaft von dessen eigenen verführten Kindern zu verhöhnen. Die systematische Zerstörung des menschlichen Leibes, den der hl. Paulus den ‚Tempel des Heiligen Geistes’ nennt, ist eine blasphemische Verunglimpfung Gottes. Wenn das Abtreibungsgeschäft kein tatsächlich dämonisches ist, dann ist es keines.

Von dieser Sicht aus ergibt sich die fundamentale Notwendigkeit einer zutiefst geistlichen Vorgehensweise, um den Holocaust der Abtreibung zu beenden. Das entbindet uns nicht davon, alles Menschenmögliche zu tun, um die Abtreibung zu beenden, doch setzt es all unsere menschliche Aktivität in die rechte Perspektive. In diesem Monat, der dem Kostbaren Blut geweiht ist, müssen wir jeden Abtreiber, jede Abtreibungsstätte und jeden, der eine Abtreibungsklinik aufsucht, mit Christi Kostbarem Blut bedecken, damit die größte dem Menschen bekannte Kraft des Guten das Blutopfer des Teufels überwindet. Wenn Sein Blut tagein tagaus in rechter Weise und in großer Liebe eingesetzt wird, dann werden wir Bekehrungen selbst der eingefleischtesten Abtreibungsbefürworter erleben. Das Kostbare Blut ist ein kraftvoller Schutzschild für alle, die beten und im Lebensschutz tätig sind, und es erinnert uns daran, dass unsere Pro-Life-Arbeit uns nach Golgota führt, wo wir in Solidarität mit dem ungeborenen Kind stehen, dessen Leben auf ungerechte Weise ausgelöscht wird.

 

[1] Planned Parenthood ist der weltweit größte und einflussreichste Abtreibungskonzern mit Filialen rund um den Globus. Pro familia ist der deutsche Ableger von Planned Parenthood (Anm. d. Ü.)

[2] Escorts nennt man die vom Abtreiber bezahlten Personen, die vor der Abtreibungsklinik Patrouille stehen, um zu verhindern, dass Frauen, die zur Abtreibung kommen, von Lebensschützern angesprochen werden – denn diese Ansprache und die damit einhergehende Einladung zu einer Beratung stimmt in etlichen Fällen die Frau um, so dass sie sich für ihr Kind entscheidet, damit aber den Abtreiber finanziell leer ausgehen lässt.