Zusammen sind wir stark!

hli_eu_sm.jpg (HLI-Report / hli.at) Seit nun schon mehr als 35 Jahren ist Human Life International (HLI) - mit inzwischen 100 Zweigstellen in unterschiedlichen Ländern – weltweit im Einsatz zum Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod und zum Schutz der Familie als er unveräusserlichen Keimzelle einer jeden gesunden Gesellschaft. Von Anfang an, seit der Gründung von HLI durch den  Benediktinerpater Paul Marx, war die Devise: Ora et labora, bete und arbeite. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Der Kampf, den es heute zu führen gilt, ist bekannt: Es ist die globale Auseinandersetzung zwischen der Kultur des Lebens und der „Anti-Kultur des Todes“ (Papst Benedikt XVI.).
Verhütung und Abtreibung sind innerhalb er Anti-Kultur des Todes zu den weltweit propagierten Allerweltsmitteln geworden, die Trennung von Liebe und Sexualität gilt als moderne Errungenschaft. Da ist Aufklärung, die wirklich Aufklärung ist, im wahren Wortsinn lebensnotwendig. HLI tut dies. Durch intensive  Aufklärungsprogramme, Schulungen, Beratungen, Lebenszentren, Seminare, Medienarbeit und Kongresse bemüht sich HLI die Schönheit und Kostbarkeit des Lebens, und das heisst jeden Lebens, zu vermitteln.

hli_eu1.jpgDerzeit ist HLI besonders aktiv in den Ländern Afrikas und Lateinamerikas, in denen – anders als in den westlichen Ländern – Abtreibung noch nicht staatlicherseits eingeführt ist. Da muss jede Chance ergriffen werden, um die bestehende Gesetzeslage aufrechtzuerhalten oder zu verbessern.
In Europa hat sich die Kooperation von HLI und dem Modell der „Helpers of God’s Precious Infants “ bewährt.
Das österreichische Modell, das diese Kooperation seit Jahren in den Lebenszentren praktiziert, ist dermassen erfolgreich, dass in den letzten 12 Jahren mehr als 13.000 Kinder vor der Abtreibung gerettet wurden. Diese Bilanz hat Father Tom Euteneuer, den Präsidenten von HLI, veranlasst, die Bemühungen um eine ausgedehnte Zusammenarbeit mit den Helpers zu intensivieren, vor allem in den ehemaligen kommunistischen Ostblockstaaten, aber auch in Zentraleuropa – das war die Geburtsstunde von HLI Helper’s Europe.

Das neue Projekt, will es fruchtbar sein, verlangt Koordination. Seit 2007 hat HLI mir, Joannes J. Bucher, diese Aufgabe eines Europäischen Koordinators anvertraut, nicht zuletzt auch deswegen, weil ich seit über zehn Jahren aktiv im Lebensschutz arbeite und somit mit der Materie sehr gut vertraut bin. Mehrere Jahre habe ich in Wien als Gehsteigberater und trainer gearbeitet. 2002 war ich mitverantwortlich für den Aufbau des Lebenszentrums in Salzburg (samt Kapelle mit Ewiger Anbetung), das ich zurzeit leite, und ebenso in den folgenden Jahren mitverantwortlich für die internationalen Welt-Gebets-Kongresse für das Leben (www.pro-life-congress.com). Dazu kommen etliche andere Initiativen im Lebensschutz, etwa die Gründung der Salzburger Gebetsinitiative mit bislang 60 Wallfahrten für die Kultur des Lebens, sowie meiner Tätigkeit als Fachlehrer für Religion.
Um die angesprochene Koordination zwischen den einzelnen HLI-Filialen zu optimieren, brachliegende Ressourcen zu aktivieren oder zu erneuern, gemeinsam
effektive Strategien zu erarbeiten, aber auch um neue Zweigstellen von HLI zu errichten, bin ich in den letzten beiden Jahren viel unterwegs gewesen: In Polen, Rumänien, Georgien, Ukraine, Belarus (=Weissrussland), Tschechien, Frankreich.

hli_eu2.jpgEin paar Beispiele aus einer Fülle von positiven Fortschritten mögen mein Wirkungsfeld ein bisschen erhellen: In Georgien, wo die Abtreibungsrate katastrophal ist (3,7 pro Frau), haben wir es – gemeinsam mit der Schweizer Stiftung Ja zum Leben – geschafft, das bekannte Buch „Myriam, warum weinst du…?“ ins Georgische zu übersetzen und damit ein Grundlagenbuch bereitzustellen, welches Frauen in Not präventiv die Augen für den Schrecken der Abtreibung zu öffnen vermag.

In Belarus, einem weiterhin kommunistischen Land, wurde durch das Engagement von HLI die Möglichkeit eröffnet, in zwei Spitälern, in denen Abtreibungen durchgeführt werden, Beratungen für Schwangere anzubieten sowie für die gefährdeten Mütter und Väter dort beten zu können, wodurch bereits 25 Kinder gerettet werden konnten.
Darüber hinaus soll ein Lebenszentrum in Belarus gegründet werden. In der Ukraine war HLI im vergangenen Jahr Hauptsponsor der Bio-Ethik-Konferenz, zudem
gab HLI eine „DVD Leben“ heraus, die grossflächig in Schulen verteilt wurde
. In Minsk konnte im September 2009 der erste Familienkongress zusammen mit Erzbischof Kondrusevisch veranstaltet werden. In Albanien, dem einst durch und durch atheistisch geprägten Land, wurden erste Kontakte zu den örtlichen Bischöfen, zu den Mutter-Teresa-Schwestern, zu einer Pro-Life-Ärztin und zum katholischen Radio Maria-Sender geknüpft. Im Jänner dieses Jahres konnte ich beim grossen Pro-Life-Marsch in Washington DC dabei sein.

Jeder, der im Lebensschutz arbeitet, weiss, wieviel es weiterhin zu tun gibt, und weiss auch, wie sehr die Arbeit vom Wohlwollen der Beter und Spender abhängt. Europa vergreist, das zeigt jede Statistik. Doch Resignation war nie die Antwort der Christen. An uns liegt es, aufzustehen und Zeugen des Lebens zu sein. Heute. Jetzt.

(Quellen: www.hli.org , www.hli.eu , www.hli.at)