Schweinegrippe und Abtreibung?
schweinegrippe.jpg (hli.org / hli.at) Gibt es etwa einen Zusammenhang zwischen der in Mexiko ausgebrochenen Schweinegrippe und Abtreibung? Dieser Frage geht der Präsident von Human Life International, Pf. Thomas J. Euteneuer, in seinem Newsletter vom Mai 2009 nach.
Hier die deutsche Übersetzung.

Schweine und Abtreibung

"Wie ungern ich auch den Namen „Schwein“ beflecke, indem ich ihn auf Abtreibung beziehe, gibt es eine Geschichte betreffend die mexikanischen Schweine-Grippe-Epidemie, die sie nicht von den großen Medien zu hören oder in den Geschichten der Opfer erwähnt bekommen: Es ist der Zusammenhang zwischen der Schweinegrippe und der Legalisierung von Abtreibung in Mexiko.

Ich erfuhr von der Geschichte diese Woche, als ich eine Wallfahrt von HLI zum Heiligtum Unserer Lieben Frau von Guadalupe in Mexiko-Stadt begleitete. Die Angst vor der Schweinegrippe war "offiziell" am Freitag, den 24. April, zwei Tage bevor unsere Wallfahrt beginnen sollte, verkündet worden. Der Ausbruch an diesem Tag war vor allem auf Mexiko-Stadt begrenzt, welches das Epizentrum des viralen Sturms zu sein scheint und wo 20 Personen bereits gestorben sind (welche dann später großteils doch nicht auf die Schweinegrippe zurückzuführen waren). Trotz dieser Angst entschieden sich 35 unserer Pilger dafür, das Risiko einzugehen und ihre Anliegen zu den Füßen der Gottesmutter an die Stelle zu bringen, wo sie ihre Liebe zu den Menschen dieses Landes im Jahre 1531 manifestiert hat. Allerdings - und das ist der Zusammenhang - war es auch am 24. April, auf den Tag genau vor zwei Jahren, als die Abtreibung in Mexiko-Stadt legalisiert wurde, in einem üblen Präzedenzfall für die ganze Nation. Dieser Zusammenhang ist doch wirklich zu unheimlich, als ihn als zufällig abzutun.

Auf der positiven Seite hatten die Folgen der Grippe auch Einfluß auf den Zugang zu Abtreibungen in der Stadt. Seit 2007 gibt es 14 Krankenhäuser, sowohl öffentliche als auch private, die Abtreibung in der weltweit zweitgrößten Stadt anbieten. Während der Schweinegrippe-Epidemie bietet nur noch eine von ihnen Abtreibungen an. Unsere Pilger gingen diese Woche zu diesem Tötungszenter, um zu beten und Beratung für die Frauen, die zur Abtreibung gehen wollen, anzubieten. Die Einschränkung der Tötung in dem Ort, an dem neuerdings Abtreibungen durchgeführt werden, kann als eine deutliche Botschaft des Herr des Lebens über das Böse das über sie kam verstanden werden. Wenn Menschen mehr durch einen Virus als durch die großangelegte Schlachtung von Babys beunruhigt sind, brauchen sie einen Weckruf. Und es scheint, dass sie den bekommen haben: "Wer Ohren hat, der höre!"

Und schließlich erzählte man uns von unserer HLI-Zweigstelle in Mexiko von einer anderen sehr sonderbaren Auswirkung der Epidemie: Und zwar dass der Pro-Abtreibung Gouverneur von Mexiko-Stadt, Marcelo Ebrard, der in dieser Woche laut Plan in die Vereinigten Staaten fliegen wollte um eine Auszeichnung für seine Rolle bei der Legalisierung der Abtreibung in Mexiko-Stadt zu erhalten, seine Reise stornieren mußte, um sich der Katastrophe vor Ort zu stellen. Es ist schwer ihn für sein großes Unglück zu bedauern. Er hat dazu beigetragen eine rießige Katastrophe in sein Land zu bringen, und wir beten, dass er diese spezielle Botschaft versteht, bevor er sich vor dem Richterstuhl Gottes verantworten muß und seine eigene persönliche und ewige Katastrophe bevorsteht.

In den Vereinigten Staaten hat der Senat gerade Präsident Obama's Wahl der neuen Gesundheitsministerin, der "katholischen" Kathleen Sebelius, die Pro-Abtreibung ist, bestätigt. Diese Expertin im Umgang mit der Schweinegrippe kam gerade rechtzeitig an Bord, um mit der Grippe-Epidemie zurechtzukommen, bevor zu viele Menschen in den Vereinigten Staaten daran sterben. Sie kann möglicherweise nicht erkennen, dass die Abtreibung mehr Amerikaner an einem Tag tötet, als die Schweinegrippe jemals in diesem Land töten wird. Lassen Sie uns dafür beten, dass auch sie die Botschaft versteht, dass die wahre Epidemie in diesem Land nicht Schweinegrippe ist - es ist die Tötung von Kindern durch Abtreibung - und die Geschichte wird ihre Rolle in dieser modernen Pest nicht vergessen."

Pf. Thomas J. Euteneuer

(Der Original-Artikel in englischer Sprache kann hier abgerufen werden.)