| Paukenschlag in Kanada |
(hli.at/radio
canada) Vor zwei Jahren
verweigerte der Erzbischof von Salzburg, Dr. Alois Kothgasser, die
Annahme des Ordens des Landes Salzburg. Warum? Der Erzbischof wollte
keine Ehrung aus den Händen der sozialistischen Landeshauptfrau
annehmen, eben der Politikerin, die zwei Jahre zuvor die Abtreibung
in das öffentliche Salzburger Landesspital eingeführt
hatte. Das konsequente Nein des Erzbischofs wurde bewundert. Sein
kanadischer Amtsbruder macht es ihm nun nach – nur ein bißchen
anders.
18.09.2008 - Kardinal Turcotte, Erzbischof der Diözese Montreal, gibt sein Ehrenabzeichen des Ordens von Kanada zurück, um derart die Verleihung dieser Auszeichnung an Dr. Morgenthaler anzuprangern, eine der Galionsfiguren der Abtreibungsszene, der militant für die (1988 eingeführte) Straffreiheit der Abtreibung eintrat und heute sechs Abtreibungskliniken vorsteht.
Msgr. Turcotte
wurde 1966 durch den damaligen Generalgouverneur mit dem kanadischen
Staatsorden ausgezeichnet. Die angekündigte Verleihung an Dr.
Morgenthaler ist auf etlichen Widerstand in Kanada gestoßen.
Indem er sein Abzeichen zurückgibt, will Msgr. Turcotte seine
Überzeugung hinsichtlich der Achtung jedes Lebens erneut zum
Ausdruck bringen. Zahlreiche Persönlichkeiten sind ihm im
Protest gefolgt. Ein Polizeibeamter, der 1987 ausgezeichnet worden
war, weil er ein Waisenhaus für kleine Mädchen ins Leben
gerufen hatte, gab im Juli sein Abzeichen zurück. Ein ehemaliger
Lieutenant-Gouverneur, Gilbert Finn, hat gleichfalls angekündigt,
daß er sein Abzeichen zurückgeben werde, um seine
Mißbilligung darüber auszudrücken, daß Dr.
Morgenthaler, ein militanter Abtreibungsbefürworter, dekoriert
werde. Ein katholischer Priester aus Britisch Kolumbien sowie eine
katholische Gemeinschaft haben ihre Medaille bereits zurückgeschickt.
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