Die Verhütungs-Hausierer
pille.jpg(hli.at/aerzteaktion.eu / 02.04.2008) – Pille und Abtreibung: Johannes Paul II. nannte sie Früchte desselben faulen Stammes. Dass die Anti-Baby-Pille keineswegs die Segnung ist, als die sie weltweit verkauft wird, davor hatte schon vor 40 Jahren Papst Paul VI. in seiner berühmten Enzyklika Humanae vitae gewarnt. Mittlerweile melden sich immer mehr Frauen zu Wort, die das Tabuisierte aussprechen: die verheerenden Konsequenzen der Pille auf Psyche und Körper der Frau. – Ein Beitrag zu 40 Jahre Humanae vitae.

Theresa Burke, Psychologin und Verfasserin des Standardwerks über die Abtreibungsfolgen (Forbidden Grief. The Unspoken Pain of Abortion) hat in einem zweiten, kleineren Werk die verheerenden  Versprechungen der Pillenindustrie behandelt. Der folgende Ausschnitt zeigt, wie sehr auch die Pillenindustrie, wie die Abtreibungsindustrie, die Mittel des Drucks einsetzt. Wer die Anti-Baby-Pille schluckt, gehört dazu. Was verschwiegen wird: Das Dazugehören wird mit verheerenden Nebenwirkungen bezahlt.

 „Während der ganzen Zeitspanne, in der mir die wunderbaren Gelegenheiten zuteil wurden, schwanger zu sein und dadurch neues Leben in die Welt zu setzen, gab es nicht einen Spitalsaufenthalt, wo nicht eine Entourage aus Internisten, medizinischen Assistenten, Fachärzten, Krankenschwestern und selbsternannten Ratgebern den Entbindungstrakt aufgesucht hätte, um herauszufinden, welche Methode der Geburtenkontrolle ich endlich benutzen würde, um mich in Zukunft zu „schützen“. Mir war gar nicht klar, dass ich einer Rüstung bedurfte. Mir war nicht bewusst, dass ich eine Schlacht gegen meinen eigenen Körper kämpfen sollte!

 Selbst nach einer Fehlgeburt zu einem späten Zeitpunkt der Schwangerschaft wollte mein Arzt mich nicht eher entlassen, als bis ich zur Genüge erwiesen hätte, dass ich nicht in absehbarer Zeit wieder im „Schwangerenzustand“ auftauchen würde. Das medizinische Personal schien ständig mit der Mission betraut zu sein, dafür zu werben, dass meine Eileiter unterbunden werden oder aber mir Pillen zu verschreiben, die meine Gebärfähigkeit „kontrollieren“ würden.

 Es war gleichsam so, als bestünde der unausgesprochene Wunsch, ein Gefühl der Peinlichkeit und Scham zu erzeugen, und zwar darüber, dass ich es tatsächlich zugelassen hatte, dass mein Körper von der Schwangerschaft heimgesucht wurde. Einmal – nun gut, das, so vermute ich, lässt man durchgehen … aber nach fünf Entbindungen gesunder Kinder und einer Anzahl Fehlgeburten schienen die Spitalsmitarbeiter eine gemeinsame Vereinbarung getroffen zu haben, meiner Fruchtbarkeit ein für allemal den Garaus zu machen.

 Man mag es für unglaublich halten, doch der größte Druck samt Verkaufsmaschen wurde mir verpasst, während ich mitten in den Wehen lag!

 „Wenn wir es heute machen, dann würden Sie nicht mehr wiederzukommen brauchen“, legte mir mein Doktor (der Verhütungshausierer) nahe, mit einem Blick mitleidiger Herzlichkeit.

 „Was machen?“, fragte ich.

 „Na was schon, Ihre Eileiter unterbinden! Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Sie jemals hierhin zurückkommen wollen… wir können es gleich anschließend an die Geburt machen, dann müssen Sie sich keine Sorgen mehr darüber machen, für eine neuerliche Prozedur hierher zurückzukommen.“ Er kam rasch zu mir mit all den Papierunterlagen, die ich unterzeichnen sollte. „Unterschreiben Sie mal hier, um alles andere kümmern wir uns.“

 Mir kam es vor, als wolle er einen Vertrag unter Dach und Fach bringen, durch den ich befristet einem Gesundheitsclub beitreten oder einen Erholungsurlaub buchen würde. Und naturgemäß war der Schmerz der Wehenkontraktionen ein mächtiger Überredungsfaktor! Reden wir also über den sicheren Weg, einen Vertrag abzuschließen! Doch trotz der Versuchung, niemals wieder den Wehenschmerz aufs neue zu fühlen, bekam ich es irgendwie hin herauszuplatzen: „Ich habe kein Interesse daran, dass man meine Eileiter kappt“, während ich verzweifelt nach Luft schnappte und mich anspannte für die nächste Wehenkontraktion.

 Der Doktor schaute verdutzt und bestürzt drein. „Schon gut“, antwortete er, „wir können später darüber reden … ich weiß, im Moment werden Sie nervös sein.“ Obgleich ich ihm einen Fausthieb hätte verpassen wollen, erklärte ich stattdessen rundheraus: „Ich würde erstmal gerne dieses Kind zur Welt bringen, vielen Dank.“

Trotz meiner eindeutigen Bekundungen von Widerstand, gingen die Verkaufsmaschen nach der Entbindung weiter. Unterschiedliche medizinische Mitarbeiter lösten sich ab, um mich zu überzeugen, dass eine Tubenligatur oder die durchs Jahr eingenommene Anti-Baby-Pille zu meinem Besten seien. Teilen Sie einem Arzt dagegen mit, dass Sie die Natürliche Empfängnis Regelung (NER) bevorzugen, dann schaut man sie mit einem Blick an, der zu verstehen gibt: „Ach bittschön, jetzt wollen wir mal ernst sein!“

 Und dennoch: die abschätzigen Blicke, Kommentare, Druckmaßnahmen konnten, wiewohl sie lästig waren, die Schönheit dieser Augenblicke nicht schmälern. Ich saß da, ungezwungen, und bewunderte mein kostbares Baby und empfand ein tiefes Erstaunen darüber, dass aus meinem Leib tatsächlich ein solch kostbares Lebewesen hervorgekommen war. Ich fragte mich, ob das Personal es je erlebte, dass es Menschen gibt, die Babies nicht deswegen bekommen, weil sie aus Unwissenheit einen Fehler begangen haben, sondern deswegen, weil sie für das Geschenk des Lebens offen sind. Mein Mann und ich sehnten uns danach, eine innige Beziehung mit einem Kind zu haben. Dies zierliche Baby, von dem ich meinen Blick nicht abwenden konnte, war nun in unserem gemeinsamen Leben erschienen, ein herrliches Leben der Liebe, der Freuden, des Glücks, der Erinnerungen und der geteilten Sorgen.“

Link: ENZYKLIKA PAPST PAULS VI. ÜBER DIE RECHTE ORDNUNG DER WEITERGABE MENSCHLICHEN LEBENS "Humanae vitae"