Vive la vie!

march_life_kl.jpg(hli.at) 25. 01.2008. Nicht nur in Washington, auch in Paris fand dieser Tage ein Marsch für das Leben statt. Die Seinemetropole erlebte ein friedliches Wunder. Merci!

Die Organisatoren sprechen von 15.000 bis 20.000 Teilnehmern, die am vergangenen Sonntag mitten in Paris sich zu einer großen Lebensschutzkundgebung versammelten. Der Anlaß: Das desaströse Gesetz „Chirac-Veil“ aus dem Jahre 1975, das seinerzeit die Abtreibung in Frankreich legalisierte. Die Opfer der damaligen Reform: Bislang an die 7 Millionen getöteter ungeborener Kinder. Von den weiteren Opfern – den verwundeten Frauen, Kindsvätern, überlebenden Geschwistern – ganz zu schweigen.

Das Motto der diesjährigen Marche pour la vie: 30 ans – ca suffit (Dreißig Jahre – es reicht!). Die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer bestand aus Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen und Familien, die in friedlichen Gesängen, Sprechchören und unzähligen Transparenten ihre Stimme für die Ungeborenen erhoben: „Tötet mich nicht! – Laßt mich leben!“ „Schafft Gesetze für das Leben!“

march_life_fr.jpgSechs Bischöfe hatten den Lebensschützern Grußbotschaften zukommen lassen. Am Place de la République drückten Pro-Life-Delegierte aus mehreren Nationen, u.a. aus Deutschland, Österreich, Spanien, Italien und Ungarn, ihre Solidarität mit den französischen Lebensschützern aus. In einer Grußadresse wurde Johannes Paul II mit seinem Wort an alle Christen zitiert: „Es bedarf dringend eines großangelegten Gebetes für das Leben, das die ganze Welt durchdringen soll (…), um zu erreichen, daß die Kraft, die vom Himmel kommt, die Mauern aus Betrug und Lüge zum Einsturz bringt“ (Evangelium vitae 100).

Die grande nation, soviel steht fest, wehrt sich. Paris kämpft für die Kultur des Lebens. 

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Joannes Bucher, Lebenszentrum Salzburg, spricht bei der Marche pour la vie in Paris, 20.01.2008 (Bildnachweis: (c) Atilio Faoro)

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