Guadalupe: „Bin ich denn nicht hier, deine Mutter?“

maria_guadelupe.jpg(hli.at/12. Dez. 2007) 1531 erschien die Jungfrau Maria in Mexiko einem Indio. 476 Jahre später, im Jahre 2007, erscheint Maria noch einmal, diesmal erstaunten Gläubigen...

Guadalupe: „Bin ich denn nicht hier, deine Mutter?“  

(hli.at/12. Dez. 2007) 1531: Während auf dem europäischen Kontinent die Reformation zum Herbst des Mittelalters und zur Glaubensspaltung der Nationen führt, kommt es im fernen Lateinamerika in einem mexikanischen Flecken zu einem Glaubensfrühling der besonderen Art. Die Jungfrau Maria guadelupe_wunder.jpgerscheint im Dezember 1531 mehrmals dem Indio Juan Diego (der im Jahre  2002 von Johannes Paul II. heiliggesprochen wird) und übermittelt ihm Botschaften. Der Ortsbischof, zunächst skeptisch, erbittet ein Zeichen und erhält es. Mitten im Winter überbringt ihm Juan Diego Blumen der Muttergottes. Und während Juan Diego die wunderbaren Blumen, die er in seinem mantelartigen Umhang gesammelt hat, vor dem Bischof ausbreitet, entsteht vor den Augen des Bischofs und weiterer Zeugen das Wunder, das den Bischof auf die Knie gehen läßt: Auf der Tilma (so die Bezeichnung für den Umhang) entsteht das Bild der Muttergottes, gemalt nicht von Menschenhand, sondern offensichtlich vom Himmel selbst 

Dieses wunderbare Gnadenbild ist alsobald in aller Munde. Es wird verehrt, geliebt, geküßt, bewundert. Der Siegeszug des Bildes beginnt. In wenigen Jahren bekehren sich acht Millionen Ureinwohner vom mörderischen Götzendienst zum katholischen Glauben. Und der Siegeszug hält an. Guadalupe, am Rande Mexiko Citys, wo das Gnadenbild in einer eigens errichteten Basilika  gleichsam ununterbrochen den Blick in den Himmel frei gibt, ist heute weltweit einer der größten Marienwallfahrtsorte mit jährlich ca. zwanzig Millionen Pilgern.

  Und Maria wirkt weiter. Es ist der 24. April 2007. Mexiko hat an eben diesem Tage die Abtreibungsgesetzgebung geändert. Ab sofort kann das ungeborene Kind bis zur 12. Woche getötet werden. Es ist in diesem Moment, daß das wunderbare Bild der Muttergottes erneut aufleuchtet. Maria, die auf ihrem Bild schwanger ist und deswegen seit Jahren die offizielle Ikone der internationalen Lebensschutzbewegung ist, gibt am 24. April 2007 eine stille, leuchtende, maria_embryo.jpgunmißverständliche Botschaft, die von etlichen Gläubigen bestätigt wird. Am Ende der heiligen Messe, die für die abgetriebenen Kinder aufgeopfert wird, ist ein Leuchten auf dem nicht von Menschenhand gemachten Bild zu sehen. P. Luis Matos, Superior der Gemeinschaft der Seligpreisungen in Mexiko, erzählt: „Während viele Gläubige Fotos von der Tilma vom Berg Tepeyac machten, die in der Basilika ausgestellt und verehrt wird und zu deren Füßen die Gläubigen auf einem Laufband vorbeifahren, verblaßte das Bild der Jungfrau und machte einem intensiven Licht Platz, das von ihrem Unterleib ausstrahlte und einen blendenden Lichtschein in Form eines Embryos bildete (…) Das entstandene Licht ist sehr weiß, rein und intensiv, anders als das gewöhnliche photographische Licht, das durch Blitzlicht erzeugt wird“ (s. Foto). Spätere Untersuchungen der Lichterscheinung ergeben, daß es sich um keine Fälschung handeln kann und daß das Licht, das einen Embryo im Mutterschoß zeigt, kein Reflex ist, sondern gleichsam aus dem Bild selbst hervorkommt.  

Während ihrer vierten Erscheinung 1531 hatte die Muttergottes zu Juan Diego gesagt: „Bin ich denn nicht hier, deine Mutter? Bist du denn nicht in meinem Schatten und in meinem Schutz? Bin ich nicht der Brunnen deiner Freude? Bist du nicht in den Falten meines Mantels, in der Beuge meiner Arme? Brauchst du noch mehr als das?“  

Diese Worte haben nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Sie gelten Juan Diego, aber sie gelten auch den Kindern im Mutterleib, die durch Abtreibung bedroht sind. Die Lebensschützer können getrost sein: Trotz Kindstötungen sonder Zahl, trotz der Kultur des Todes, die lauthals auftrumpft, trotz dem neuen Götzendienst der Abtreibung – Maria kümmert sich um ihre Kinder und bleibt die Siegerin in allen Schlachten Gottes. 

Weiterführende Literatur:
Francis Johnston, So hat er keinem Volk getan, Stein am Rhein 1998 (Christiana Verlag).
Paul Badde, Maria von Guadalupe. Wie das Erscheinen der Jungfrau Weltgeschichte schrieb, Berlin 2005 (List Verlag).

Links:
http://kath.net/detail.php?id=16725
http://www.gloria.tv/?video=fg44n3vzhkgtaopb1kpu (Video: Unerklärliches zum Gnadenbild von Guadalupe)

http://www.adorare.de/guadal2.html
http://www.kath-info.de/guadalupe.html