(hli.at /
LifeSiteNews.com) 21. Okt. 2010 – Der Kampf gegen die Kultur des Todes wird
gewonnen, wenn wir das Kreuz Christi umarmen. So Michael O’Brien, berühmter
kanadischer Autor und bildender Künstler, der im deutschsprachigen Raum durch
sein Buch Father Elijah bekannt
wurde.
Wir alle träumen von Schlachten, in denen wir die
siegreichen Helden sind. Helden mit
Macht, Waffen, Superhirn und Durchschlagskraft. Aber die Kämpfe, um die
es geht, die Kämpfe, die wirklich zählen, werden anders gewonnen. Und das
heißt, auch der Kampf im Lebensschutz wird anders gewonnen – mit geistlichen
Waffen.
Michael
O’Brien, weltberühmter kanadischer Bestsellerautor, stellt dies in einem
Gespräch mit Mitarbeitern von LifeSiteNews unmißverständlich klar. Wenn wir bereit
sind, die Armen und Verachteten der Welt zu werden, und zugleich bereit, den
Antrieben des Heiligen Geistes zu folgen, dann, so O’Brien, sind wir auf der
Gewinnerseite. „Das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen
zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das
Starke zuschanden zu machen“, so schreibt Paulus im ersten Brief an die
Korinther. In O’Briens Worten: „Die lange Geschichte der Erlösung ist voller entscheidender
Scheitelpunkte, in denen unser Herr die Schwachen, die Kleinen, die Nichtse
dieser Welt benutzt – uns. Der Herr weiß, daß die letzte Schlacht gegen Satan
ausschließlich gewonnen werden kann, wenn wir in Ihm sind, wenn wir radikal in
Christus leben.“
Es sei eine natürliche Reaktion, so O’Brien
weiter, die Kräfte und Talente zu bündeln, wenn man sich auf dem Schlachtfeld
befindet. „Instinktiv sammeln wir unsere Waffen – unsere Intelligenz, unser
Geld, unsere Organisationsfähigkeiten – … um aktiv Widerstand zu leisten, um
Organisationen zu bilden, um gesellschaftliche Änderungen zu bewirken.“ Doch
das alles sei nicht genug. Es gehe nicht um Gründungen. Es gehe nicht um
Organisationen. Das sei nie ausreichend. Damit gewinne man nie diesen Krieg
gegen das Leben. Notwendig sei, sich mit Christus am Kreuz zu vereinen. Das
bedeute: Auch wir werden gedemütigt werden, öffentlich, genauso wie Er. „Auch
über dich wird man Lügen verbreiten, falsche Darstellungen, man wird dich
fälschlich beschuldigen, bisweilen auch zu deiner eigenen Beschämung korrekt
beurteilen. Doch dies: auf dem Schlachtfeld entblößt dazustehen, ein armer
Wicht zu sein, schwach, menschlich gesehen machtlos – das ist für uns die Probe
aufs Exempel.“
O’Brien ergänzt, daß gerade aufgrund der
Intensität der Schlacht, welche die Pro-Life-Bewegung kämpft, man leichthin die
spirituelle Natur der Angelegenheit aus dem Blick verlieren kann. „Wir können
Aktivisten werden, bloße Aktivisten, und darüber die Vereinigung mit Jesus
Christus einbüßen, welcher der Krieger ist, der allein diesen Krieg gewinnen
wird.“
Diese Vereinigung mit Christus mag selbst die
Bereitschaft zum Martyrium notwendig machen. „Manche von uns werden vielleicht
eines Tages ihr Blut vergießen; wir wissen es nicht. Einige von uns vergießen
ihr Blut sicherlich in einer Art weißen Martyriums … Wir wissen nicht, ob zu
unseren Lebzeiten die große Verfolgung einsetzen wird, doch hat die jetzige
Zeit – was den Anschlag auf das Leben betrifft – ein nie dagewesenes Ausmaß
und eine präzedenzlose Beschaffenheit.“
Die moderne Welt habe ein großes Bedürfnis nach
Heldentum, „doch reicht es nicht, ein Held zu sein. Wir müssen Helden sein, die
die Heiligkeit leben. Das bedeutet, noch einmal, wir müssen den Kreuzweg jeden
Tag unseres Lebens gehen, und damit einverstanden sein, die Geringen und
Verachteten der Welt zu sein. Der Herr wünscht sich Heilige. Nie war der
Einsatz höher. In der gesamten Geschichte der Menschheit war der Einsatz nie
höher. Leben und Tod hängen nicht einfach an der Politik unserer westlichen
Nationen, sie hängen vielmehr an dir und mir, und wir haben tief in unserem
Seelengrund die Anregungen des Heiligen Geistes wahrzunehmen.“
(Quelle: Lifesitenews.com )
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